7. Prozesstag: 10. Dezember 2020

Der Prozesstag beginnt mit der Verlesung einer dienstlichen Erklärung vom 8. Dezember 2020, von KHM H. von der KPI Saalfeld. Diese wird vom Richter verlesen und handelt von den Mitschriften bei der Verhandlung am 3. Dezember 2020 während der Verhandlung. Diese wurden laut KHM H. zu dem Zweck angefertigt, dass Aussageverhalten der Kriminalpolizeibeamten zu beobachten.

Es erfolgt die erste Zeugenvernehmung. Die Zeugin Anke T., PHM der LPI Saalfeld soll zu den Tatortbegehungen in Hessisch-Lichtenau aussagen sowie zu ihren Zeugenvernehmungen.

Auf dem USB-Stick, welcher bei Felix R. beschlagnahmt wurden, waren Videos von einem Ackerkampf auf einem Waldweg gefunden worden. Die Zeugin gibt an, sie habe keine Anhaltspunkte gehabt, wo dies gewesen sein könnte. Auf dem Telefon von Steve W. habe man ein Foto von Kämpfern nach einem Kampf und ein Video von einer Raststätte gefunden, bei dem die Kämpfer die selbe Kleidung trugen und abgekämpft aussahen. Von der Thüringer Autobahnmeisterei sei die Auskunft gekommen, dass es sich dabei nicht um Thüringen handle. Mittels einer Suche auf Google-Maps habe man eine Sackgasse bei Hessisch-Lichtenau gefunden. Vor Ort habe man sich mit Kollegen getroffen. Der genaue Waldort war erst unklar. Nach einem Besuch im Forstamt, wurden die Waldwege abgefahren. Ein Jagdpächter habe sich später gemeldet und den Ort auf Fotos wiedererkannt. Es gab ein Foto vor einem Holzstapel, über die Polternummer konnte das dortige Revier bestätigt werden.

Zwei Bilder werden in Augenschein genommen. Ein Bild zeigt elf Kämpfer vor einem Holzstapel mit weißen Shirts, zum Teil oben ohne. Ein zweites Bild zeigt sieben Kämpfer in rot vor einem Holzstapel. Die Zeugin wird entlassen.

Es folgt die Vernehmung des Zeugen POK L. aus Hessisch-Lichtenau. Dieser berichtet vom Ersuchen aus Thüringen nach einer Ortsermittlung. Mittels Fotos und Videos sei man auf den Autobahnabschnitt der A44 beim Hohenmeißner gekommen. Ein Foto vom Holzpolter und vor einem Hochsitz wurden an die Reviere übermittelt. Der Jagdpächter T. erkannte den Hochsitz und die Waldschneise. Danach erfolgte eine Ortsbegehung. Es folgt ein weiteres Bild von Kämpfern vor einem Holzstapel in rot. Darunter Steve W., Theo Weiland und Eric H..

Der Zeuge T., als Jagdpächter in Hessisch-Lichtenau wird in den Zeugenstand gerufen. Dieser ordnet den Ort ein. Dieser befinde sich in der Gemarkung Söderwald, Welsungen. Der Zeuge gibt an, dass ihm ein Foto per Mail von einer Personengruppe zugesandt wurde. Mehr Angaben kann der Zeuge nicht machen und wird entlassen.

Es folgt die Vernehmung des Zeugen KOK Danny U. aus Saalfeld. Der Zeuge war bei der Ortsermittlung in Babelsberg beteiligt und betreute die Telekommunikationsüberwachung und war an Durchsuchungen beteiligt.

Der Zeuge erklärt die Telekommunikationsüberwachung. Das LKA stelle eine Leitung bereit sowie PC-Technik und Kopfhörer. Man könne dann live mithören oder mitschneiden. Normalerweise wird am Folgetag abgehört, was in der Nacht aufgenommen wurde. Danach wird alles verschriftlicht. Insgesamt seien in diesem Fall 14.000 Ereignisse gezählt, davon 9.000 Gespräche und 800 Kontakte. Täglich habe man zusammengesessen und die Datenerkenntnisse besprochen. Es seien gezielt Gespräche abgehört und auf Bestimmtes geachtet worden. Wenn es nur die Freundin war, sei die uninteressanter, mit Kampf-Bezug interessanter, so der Zeuge. Es wurde nach Relevanz verschriftlicht. Jedoch wurde auch bei irrelevantem Inhalt auf Orte oder ähnliches geachtet, um Observationen und andere Maßnahmen anpassen zu können. Gespräche wurden zum Teil mehrfach angehört, es wurde sich aufgeteilt unter drei Beamten. Wenn den zeugen aber z. B. Theo Weiland interessiert hat, habe er Gespräche nochmal gehört, die durch andere betreut worden sind.

Zum Tatort in Babelsberg erklärt der Zeuge, dass es ein Video des „Jungsturms“ beim Kampf auf einer Wiese gab. Außerdem gab es Telegram-Chats mit Bezug zu Babelsberg. Theo Weiland äußerte sich zu einen fünf gegen fünf gegen Babelsberg, bei dem Erfurt gewonnen hätte. Im Vorfeld habe Theo Weiland die Kampfaufstellung an Robin B. geschickt. Das Video selbst war vom 12. Mai 2019, außerdem habe der Kollege des Zeugen Nachrichten aus dem Telegram-Chat zwischen Theo Weiland und Dennis D., wo es u.a. um Fotos und den Ort geht, woraufhin Dennis D. von „Babelsberg“ schrieb. Ein Szenekundigerbeamter aus Babelsberg habe auf dem Video zwei bis drei Babelsberger wiedererkannt, darunter Patrick A. und Jeremy B.

Es wird das Video gezeigt. Fünf Personen in schwarz und fünf Personen in weiß kämpfen gegeneinander, weiß gewinnt.

Rechtsanwalt Pinkes, Verteidigung Steve W., fragt den Zeugen, warum die Verschriftlichungen teils fett hervorgehoben sind und manche nicht. Der Zeuge erwidert, dass nur relevantes verschriftlicht werde, besonders Wichtiges werde fett hervorgehoben.

Rechtsanwalt Beisenbusch, Verteidigung Marco K., möchte wissen, wie die Stimmen identifiziert werden. Der Zeuge antwortet, dass die Beamten auf Namen, Spitznamen warten, die Leitungsinhaber checken und mit den Nummern in den Polizeidaten abspeichern. Ansonsten seien die Stimmen nach einem Dreivierteljahr mithören zu erkennen.

Rechtsanwalt Beisenbusch möchte weiter wissen, was es mit dem Vermerk in einem Telefonat zwischen Marco K. und Theo Weiland „Ich hab gehört, dass Dortmund dominant gewonnen“ mit Zusatzkommentar auf sich hat. Der Zeuge erklärt, dass es um ein Match zwischen LOK und Dortmund Hooligans geht, bei dem „Jungsturm“ LOK unterstützt habe. Robin B. soll dabei für LOK gekämpft haben. Laut Beisenbusch haben, so der Kommentar, zwei Mitglieder des „Jungsturm“ gekämpft, daran könne sich der Zeuge jedoch nicht mehr erinnern. Rechtsanwalt Held, ebenfalls Verteidigung Marco K., möchte wissen, wer über die Relevanz entschied. Der Zeuge gibt an, dass es der Hörer entschied. Im Anschluss sei die in der Arbeitsgruppe besprochen worden. In dieser waren laut dem Zeugen der Leiter Schmidt, Schlöffel, Brückner, Sinnig, Wurzbacher, Trautschold, nochmal Schmidt und der Zeuge selbst.

Rechtsanwalt Gaspar, Verteidigung Robin B. schließt sich den Fragen an und möchte wissen, ob alle Telefonate gut zu verstehen waren. Der Zeuge bejaht und gibt an, wenn dies nicht so war, wurde dies vermerkt. Weiter will Gaspar wissen, ob dem Beamten ein Name V. etwas sagt, da dieser in einem Telefonat vorkam. Der Zeuge bejaht, es gehe da um eine Zugfahrt zwischen Saalfeld und Kaulsdorf, wo V. einem Fußballfan von Erfurt eine Flasche auf den Kopf geschlagen haben soll. Ein Ermittlungsverfahren dazu laufe. Gaspar merkt an, dass der Zeuge V. sich vor Gericht noch als „Lämmchen“ präsentiert habe, eventuell liege bei ihm ein Belastungsinteresse vor.

Der Richter merkt an, dass die Staatsanwaltschaft das zugehörige Aktenzeichen zum Ermittlungsverfahren liefern solle.

Rechtsanwalt Fehse, Verteidigung Theo Weiland, fragt, ob der Zeuge in Telefonaten zwischen Ironie und Ernst unterscheiden konnte. Dieser gibt an, wenn dies ersichtlich war, wurde dies vermerkt.

Wieder möchte Rechtsanwalt Beisenbusch, Verteidigung Marco K., wissen, warum die Security-Jobs der Beschuldigten relevant waren. Der Zeuge gibt an, dass nicht klar war, ob der „Jungsturm“ gesamt als Security arbeite oder nur einzelne Mitglieder.

Es erfolgt eine Erklärung von Rechtsanwalt Pinkes, Verteidigung Steve W., dass die verfügte Einführung der TKÜ-Protokolle im Selbstleseverfahren, an denen der Zeuge mitwirkte, zu widersprechen sei. Eine Auswahl der Verschriftlichung könnte die Schöffen beeinflussen. Ebenfalls widerspricht Rechtsanwalt Gaspar, Verteidigung Robin B., der Verwertung, da bei der Verschriftlichung eine Interpretation und Auswahl der Ereignisse erfolgt sei. Beispielsweise gäbe es ein Gespräch von über einer Stunde, welches in sechs Seiten durch KOK Wurzbacher verschriftlicht worden ist. Dari fehlen ganze Teile, welche als „belanglos“ markiert worden sind. Später käme dies ebenfalls vor. „XY nervt, dass sich die Linken von Jena freuen werden, ihn nervt auch, dass sich die Linken in der Fanszene von Erfurt freuen werden.“ Dadurch werde dem Leser das passende Ermittlungsergebnis aufgedrängt.

Es folgt die Zeugin Jacqueline S. von der KPI Saalfeld. Sie gibt an, dass in Saalfeld wegen zwei Fällen des Landfriedensbuch und zwei Fällen der gefährlichen Körperverletzung ermittelt wurde. Sie unterstützte dabei den Kollegen Brückner. Die erste Durchsuchung habe es im September 2019 wegen Landfriedensbruch gegeben. Die Zeugin wertete dabei u.a. die Spuren von Felix R. aus. Am 7. Februar 2020 war die Zeugin zudem bei einer Observation eines „Jungsturm“-Treffens in Erfurt beteiligt.

Richter Tonndorf fragt, ob der Kampf vom 23. Januar 2018 ein anderes Datum hätte und sich dies aus der Auswertung des Telefons von Steve W. ergeben hätte. Die Zeugin gibt an, dass es Nachrichten auf dessen Telefon gab sowie einen Chatverlauf zu diesem Datum mit einer potenziellen Teilnehmerliste. Es wird vom 22. Oktober 2016 als eigentlicher Kampftag ausgegangen. Die Zeugin führt aus, dass alles mit vier Videos auf dem USB-Stick von Felix R. begann. Die ersten drei Videos hatten alle die selbe Handlung, ein Kampf weiß gegen rot, elf gegen elf. Auf dem vierten Video ist ein zwei gegen zwei zu sehen. Auf den Handys von Theo Weiland und Eric H. waren Videos die Videos ebenfalls zu finden. Auf dem Handy von Theo Weiland waren fünf Videos von Kämpfen zu finden. Bei den Durchsuchungen im April 2020 wurden die Datenträger von Richie B. beschlagnahmt. Auf seinem Laptop wurde eine Vielzahl an weiteren Videos gefunden. Daraus wurde ein Ermittlungsverfahren gegen Richie B. eingeleitet. Der Sachverständige Dr. Schenke wurde mit der Identifizierung der Personen auf den Videos beauftragt. Dafür habe Dr. Schenke Screenshots erstellt. Zu den Screenshots wurden ihm die Namen genannt. Jede Person habe eine Nummer zugeteilt bekommen.

Nach einer Pause fragt der Richter die Zeugin, auf welchen Datenträgern sie die Videos gefunden habe. Sie gibt an, dass dies Auf dem USB-Stick von Felix R. war, auf zwei Telefonen von Theo Weiland sowie dem Laptop von Richie B. und einem Telefon von Steve W..

Der Richter möchte von der Zeugin wissen, ob es Finanzermittlungen gegeben habe.

Die Zeugin bejaht, es ging dabei um das Gruppenkonto des „Jungsturm“, welches Theo Weiland bei der DKB eröffnet habe. Von dem Konto wurde u.a. Geld an Benjamin St. wegen eines Todesfalls im Privatumfeld gezahlt. Für Theo Weiland, Marco K., Robin B. und Benjamin St. wurden BaFin-Ersuchen gestellt. Theo Weiland hatte dabei ein Geschäftskonto bei der DKB, von dem die Zeugin eine Umsatzübersicht mit Geldeingängen von „Jungsturm“-Mitgliedern bekam. Dabei handelte es sich um zehn bis zwanzig Euro im Monat. Seltener seien es größere Beträge gewesen. Die Zahlung an Benjamin St. wurde dadurch ebenfalls ersichtlich. Ebenfalls sei für die 5-Jahres-Feier des „Jungsturm“ 2019 Getränke und Merchandise bezahlt. Die Auskunft zum Konto reiche bis Ende November 2019.

Auf Nachfrage erklärt die Zeugin, dass es Einzahlungen von Philipp M., Robin B. Marco K. Steve W., Dennis D., Till M., Richie B., Roy-Peter K., Benjamin St. und Dominic B. gab. Nach der Fünf-Jahres-Feier wurden 1.000 € auf das Konto eingezahlt. Weiterhin habe Philipp M. Als Verwendungszweck „88“ angegeben. Till M. „Alles für den Dackel“, Marco K. „Beitrag“, Steve W. „HH/SS/JS“. Richie B. „Monatsbeitrag Richie“. Robin B. verwendete „Franjo JS“.

Für Robin B. habe man eine extra Überprüfung angeordnet, da er im Oktober 2019 infolge einer Handverletzung krankgeschrieben war. Die Zeugin hatte die Vermutung, dass dies aus einem Kampf war. Man wollte überprüfen, ob es dennoch eine Zahlung aus der Unfallversicherung gab. Dem war laut der Zeugin nicht so.

Die Zeugin äußert sich anschließend zur Observation am 7. Februar 2020. An diesem Tag habe Felix R. Geburtstag gehabt. Über die TKÜ konnte der Gruppenanruf bei ihm mitverfolgt werden.

Zuerst wollte der „Jungsturm“ in Kirchheim trainieren und anschließend in Erfurt in der Futterstraße essen. In Kirchheim wurden die Kennzeichen und Fahrzeuge überprüft. Gegen 18 Uhr seien alle mit den geparkten Fahrzeugen nach Erfurt aufgebrochen. Insgesamt 16 Personen. Felix R. habe Marco K. angerufen, danach wurde das Telefon herum gereicht. Dabei wurde die TKÜ live geschalten und die Standortdaten ermittelt.

Auf Nachfrage sagt die Zeugin, dass von den Angeklagten Steve W., Marco K. und Robin B. anwesend waren. Der Richter möchte wissen, zu wem das Autokennzeichen aus Ilmenau gehöre. Die Zeugin gibt an, dass dies das KFZ von Roy-Peter K. sei, außerdem seien P. und Marius M. dabei gewesen. Der Richter fragt nach einem Gothaer Kennzeichen. Dies gehöre zu Robin B.. Die KPI Saalfeld habe jedoch selber im Steakhouse observiert, dass LKA war dort nicht eingebunden. Von allen Reinkommenden wurden fotografiert bzw. vom Tisch gegenüber der Tür ein Video gemacht. Die Identifikation lief über einen Beamter, welcher drin war und bereits zu den Personen gearbeitet habe. Anwesend waren laut der Zeugin Theo Weiland, Marco K., Dominic B., Robin B., Dennis D., Eric M., P., Eric H., Marius M., S., Till M., Marcel T., Steve W., T., Roy-Peter K., Richie B., Benjamin St., Philipp M. und Kevin N.

Das Telefonat dauerte elf Minuten, die Observation bis ca. 22 Uhr. Auf die Frage des Richters, welches Ziel die Observation hatte, äußerte die Zeugin, dass Verhaftung Felix R. Brisanz in der Fanszene hatte. Man ging davon aus, dass Treffen für die Gratulation alle relevanten Personen offenlegen würde.

Es folgt die Befragung durch die Staatsanwaltschaft, diese möchte wissen, was der Gutachter identifiziert habe. Die Zeugin erklärt, dass ein Gerichtsbeschluss zur Erstellung eines anthopologisch-forensischen Gutachtens. Er wurde zunächst erfragt, welches Bildmaterial benötigt werde. Daraufhin habe man dem Gutachter das Video übermittelt, die Beschuldigten sollten aufgezeigt werden, danach wurde das Gutachten erstellt und die Nummern darin und Namen weiterverwendet.

Rechtsanwalt Beisenbusch, Verteidigung Marco K., möchte wissen, wer dem Gutachter die Beschuldigten benannt habe. Die Zeugin gibt an, dass sie und der Kollege Wurzbacher dies gemacht haben.

Rechtsanwalt Pinkes, Verteidigung Steve W., fragt nach dem Ablauf. Die Zeugin gibt an, der Gutachter habe Screenshots erstellt und die Beamten haben die Einzelpersonen namentlich benannt. Rechtsanwalt Dann, Verteidigung Robin B., fragt, wie der Gutachter die Beschuldigten denn identifiziert habe, wenn er nur die Screenshots aus den Videos habe. Die Zeugin erklärt, dass Dr. Schenkel nach Erstellung der Screenshots in den JVAs Fotos von den Hauptbeschuldigten gemacht habe.

Es werden eine Reihe der beschlagnahmten Videos unkommentiert und ohne Einordnung abgespielt. Es dauert über eine Stunde, in der mehrere Videos ca. fünf Mal in Folge kommen.

Es folgt ein Video von 2019, 10 gegen 10, darunter sind Felix R., Marco K., Robin B. und Steve W.

Ein weiteres Video zeigt den Kampf vom 12. Mai 2019, fünf gegen fünf in Babelsberg. Darunter Marco K.

Ein weiteres Video zeigt den Kampf vom 19. Mai 2019 im Stiftswald (Hessisch-Lichtenau). Ein elf gegen elf, gegen Frankfurt. Ca. fünf Erfurter sind als Begleitung mitgekommen. Mehrere filmen mit. Unter den Begleitern ist Benjamin St., welcher den „Jungsturm“ anfeuert und filmt. Zu Robin B., welcher kämpft, ruft er: „Komm hoch Francesco, mach weg die Fotze! Mach weg das Frankfurt-Schwein!“.

Ein weiterer Begleiter ist ein glatzköpfiger, geschätzt Ü40-Jähriger, der korpulenter aussieht. Noch einer trägt eine Cap, zwischen Mitte 20 und Mitte 30, ist sehr trainiert und hat auffällige Tattoos am rechten Unterarm. Als ein Frankfurter Kämpfer zunächst am Boden bleibt, zerrt der Erfurter ihn hoch und motiviert ihn zum Weitermachen. Danach ruft er Robin B. zu, dass er hier weitermachen solle. Robin B. schlägt den taumelnden Frankfurter daraufhin wieder um.

Zu Beginn des Kampfes laufen die beiden Gruppen langsam aufeinander zu. In der ersten Reihe läuft Philipp M. in einem weißen Shirt mit schwarzer „88“ drauf gemalt. M. macht direkt vor Kampfbeginn einen Hitlergruß.

Felix R. und Dennis D. kämpfen etwas abseits längere Zeit in Unterzahl und gehen mehrfach zu Boden. D. bleibt zeitweise länger liegen, wird von dem nicht kämpfenden Erfurter mit Cap wieder hochgezerrt, taumelt weiter und wird direkt wieder umgeschlagen. Felix R. bekommt am Boden Tritte gegen den Kopf, kommt wieder hoch, probiert Sprungtritte und geht wieder zu Boden. Marcel T. macht den Eindruck, gut trainiert und sicher zu sein, kämpft lange mit Boxschlägen, schützt sich am Boden und steht gleich wieder auf. Theo Weiland geht mehrfach zu Boden, kommt wieder hoch und tritt wiederholt liegende Frankfurter gegen die Köpfe. Auch Robin B. geht wiederholt zu Boden, kommt wieder hoch und schlägt und tritt auffällig viel und brutal Liegende gegen die Köpfe. Weiterhin kämpfen Roy -Peter K. und Dominic B. kämpfen auch mit. Marco K. ist auch dabei und macht den Eindruck eines wenig beweglichen Boxers. Am Ende des Kampfes bleibt ein Erfurter am Boden liegen, hält sich das Gesicht oder Auge und signalisiert auf Nachfrage, dass er nicht ok sei und es wird nach Wasser gerufen.

Der Kampf wurde aus mindestens drei Perspektiven gefilmt und die Videos jeweils mehrfach vorgeführt.

Video 23.1.2018 Stiftswald Erfurt gegen Essen

Dabei sind Marco K., Robin B. und Theo Weiland. Robin B. tritt wiederholt gegen die Köpfe von Liegenden. Das Video stammt von Richie B.‘s Laptop. Nach Kampfende liegen alle Essener in Schutzhaltung am Boden und die Erfurter schreien sie weiter an, beleidigen sie und machen Anstalten, sie weiter anzugreifen, bis jemand vom Rande sie wegwinkt. Ein Erfurter mit weiß-rot-karierter Sturmhaube und roter Pumperhose schreit plötzlich den Kameramann an „Mach die scheiß Kamera aus!“

Video 29.7.2018 Stiftswald Erfurt gegen Koblenz

Dominic B., Roy-Peter K. und Marco K. stehen am Rand. Es kämpfen u.a. Robin B., Theo Weiland, Steve W..

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